Zum Wahlkampf 2013 besser kein „Neuland“?

StatistikAm 22. September wird in Deutschland eine neue Regierung gewählt, doch ein Gewinner steht schon jetzt fest: Das klassische Medium ist neben dem Fernsehen führende Informationsquelle, wenn es um Informationsbeschaffung geht – und das auch bei den jüngeren Wählern. Es ist eindeutig und Umfragen bestätigen: Das Internet spielt im Wahlkampf 2013 keine entscheidende Rolle!

Im Auftrag der Internet World Messe wurden 1.093 Internet-Nutzer gefragt, welche Kanäle sie am häufigsten für die Informationsbeschaffung nutzen. Wie ich finde, ein überraschendes, aber doch sehr positives Ergebnis, das zugunsten der klassischen Medien ausfällt. Dicht gefolgt, nach drei Viertel aller Befragten und deren Präferenz für das Fernsehen, folgen die Printmedien mit 61 Prozent. Aber auch online liegen Zeitungen noch vor Webseiten mit politischen Informationen. Social Media-Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch Blogs scheinen eher weniger auf das Vertrauen der Bürger zu stoßen.

Wie die Zahlen zeigen, lassen sich mit diesen Medien und Profilen von Politikern oder Parteien maximal ein Zehntel der Online-Nutzer erreichen. Nur zehn Prozent lesen Blogs von Politikern und Parteien oder besuchen deren Facebook-Seiten und nur sechs Prozent lesen deren „Gezwitscher“ Twitter. Und das, obwohl sich die deutschen Abgeordneten verstärkt um die Kommunikation auf Social Media-Kanäle bemühen (Juli 2013 hatten bereits 90 Prozent ein Profil bei sozialen Netzwerken).

Das zeigt mir, dass bei einem öffentlich sehr relevanten Thema, objektive Berichterstattung sowie kritische Reflexion von Wahlprogrammen und Versprechungen bei deutschen Wählern immer noch an erster Stelle steht. Redaktionen sollten das zum Anlass nehmen, um über Einsparungen im Personalbereich nachdenken. Mit derartigen Einsparungen geht eben diese hoch im Kurs stehende Informationsquelle verloren. Wollen wir das wirklich? Jeder von uns ist Wähler – welches Medium nutzen Sie?

Mark Jopp

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