Zeitung hat Zukunft: Aufgeben ist keine Option!

Zeitung hat ZukunftAuf der letzten BVDA-Tagung führte ich ein interessantes Gespräch, dass ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, da es meiner Meinung nach, stellvertretend für die Ansichten einer ganzen Branche angesehen werden kann.

Auf jeder Veranstaltung lerne ich neue Menschen mit den verschiedensten Biographien, Geschichten und Kompetenzen kennen. Viele finde ich bewundernswert, aber leider begegne ich in letzter Zeit auch immer mehr Verlegern, die trotz erfolgreicher Karrierelaufbahn, resignieren. Gegenüber der neuen – und bisher einzig wirklichen – Konkurrenz, dem Internet, fühlen sich viele nicht mehr gewappnet und nutzen beispielsweise die Rente, um sich erhobenen Hauptes aus dem Geschäft zurückzuziehen. Das ist zumindest die offizielle Variante, inoffiziell sind die Bewegründe jedoch ganz andere.

Während in anderen Branchen schlanke Prozesse und Innovationsdruck seit Jahr(-zehnt-)en zum Tagesgeschäft gehören, können sich viele Verlage an eine derartige Wirtschaftspraxis nur schwer gewöhnen. Mein Gesprächspartner (noch weit vom offiziellen Renteneintrittsalter entfernt) hatte sich schon mental auf die Rente vorbereitet, da er keinerlei Perspektive für das Zeitungsgeschäft mehr sah. Tatsächlich sind in vielen Verlagen die Zahlen auch dieses Jahr erneut nicht gestiegen, aber deswegen einfach kapitulieren?

Da ich Aufgeben nicht zu meinen persönlichen Stärken zähle, kann ich solche Gedanken nur schwer nachvollziehen. Es gibt genügen Beispiele, die zeigen, dass es auch anders geht – sei es in der Verlagsbranche oder in andere Wirtschaftszweigen. Sicherlich ist die Krise nicht von heute auf morgen überstanden, aber wem sein Unternehmen am Herzen liegt, der findet Wege und Möglichkeiten, sicher durch schwere Zeiten zu kommen.

Wer wie mein Gesprächspartner im Gestern verharrt und es an Unternehmergeist, Lust an der Innovation und dem Blick für die Chance vermissen lässt, darf sich nicht wundern, wenn der Zug ohne ihn in die Zukunft abfährt. Auch 2014 werden wir Verlagen dabei helfen, aus ihren alltäglichen Geschäftsprozessen das Optimum herauszuholen, Kosten an der richtigen Stelle zu sparen, um diese anderswo effektiver einsetzen zu können. Wir glauben an eine Zukunft für die Verlagsbranche, egal ob gedruckt oder digital.

Mark Jopp

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