Zeitung – Eckpfeiler unserer Gesellschaft?

ZeitungWeil sich die Menschen immer häufiger im Internet informieren, sinkt die Auflage der Tageszeitung, meinen viele. Das stimmt, ist aber nur die halbe Wahrheit wie Jürgen Scharrer in Horizont (30/2013) feststellt.

Er bezieht sich dabei auf Marianne Dölz, die bis vor einem halben Jahr bei der Verlagsgruppe Handelsblatt arbeitete. Ihrer Ansicht nach gibt es noch einen weiteren Grund: „Ich fürchte, die Menschen haben heute ein sehr viel geringeres Bedürfnis, sich fundiert zu informieren, als Journalisten gern glauben.“

Das wäre eine schlechte Nachricht für die Verlage, vor allem aber für unsere Gesellschaft.

Eine freie, demokratische Gesellschaft braucht eine gute, freie Presse. Qualitätsjournalismus wird das häufig genannt. Scharrer mahnt u.a. die Investitionen ins journalistische Kerngeschäft, Vermarktungsallianzen (um die Position gegenüber den Agenturen zu stärken) und den Nachweis an, dass ein Werbekontakt in Printmedien mehr bewirkt als ein Banner Ad.

Es sei ein gutes Signal, meint er, dass die Tageszeitungsverlage jetzt trotz heftigem Gegenwind ihren nationalen Vermarkter Medienhaus Deutschland personell weiter aufrüsten. Das finde ich auch. Unter www.mh-deutschland.de kann man nachlesen, wie wertvoll Zeitung als Werbeträger sein kann. Auflagen, Reichweiten und kaufkräftige, gebildete Zielgruppen sprechen für sich.
Und unter uns: Print ist die einzige Werbeplattform, auf der Werbung nicht stört.

Im Radio? Schalte ich ab!
TV? Spule ich weiter (wenn ich überhaupt noch schaue).
Kino? Ich komme erst zum Hauptfilm.
Banner? Ignoriere ich automatisch.
PopUps? Nur Ärger.
Einkauf aktuell? Auch nervig: vor der Entsorgung steht noch die Mülltrennung, meint meine Frau.

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