„Spirit of Shackleton“

AntarktisMein Jahresauftakt begann mit einer Studienreise. Falkland-Inseln, Süd-Georgien und die  Antarktis standen auf dem Programm. Die „wild-life-list“ umfasste am Ende fast 100 unterschiedliche Tierarten, alleine fünf der 18 Pinguinarten, die es weltweit gibt, konnten wir sehen – millionenfach.

Das Naturschauspiel war beeindruckend. Nicht weniger allerdings auch das Erlebnis, in die Fußstapfen des großen Antarktispoiniers Sir Ernest Shackleton zu treten, was wir im wahrsten Sinne des Wortes auch gemacht haben. Wer Klima und Landschaft vor Ort erfühlt, stellt sich sofort die Überlebensfrage, besonders dann, wenn Außergewöhnliches passiert.

Shackleton und seine Mannschaft verloren ihr Schiff, die „Endurance“, am 21. November 1915 als sie im Eis versank. Vier Monate überlebte das Team auf einem Felsvorsprung einer antarktischen Insel (Point Wild of Elephant Island) bis Shackleton in einem Rettungsboot die sturmreichste Wasserstraße der Welt, die Drake-Passage, überquerte und im 1600 km entfernten Süd-Georgien Hilfe holen konnte.

Wer sich mit der Endurance-Expedition im Detail beschäftigt, wird erfahren, welche Eigenschaften Führungskräfte brauchen, um außergewöhnlich schwierige, ja aussichtslose Situationen, erfolgreich zu meistern. Ein echter Lesetipp für die Führungskräfte der Zeitungsindustrie, wie ich finde.

Auf der Rückreise über Argentinien haben wir dann in der Selbsterfahrung gelernt, was eine Inflation von mehr als 20% bedeutet. Speisekarten ohne Preise kennt man hierzulande nur, wenn man das Privileg genießt, in ein sehr gutes Restaurant eingeladen zu sein. In Buenos Aires ändern sich die Preise täglich, weshalb man diese gar nicht  erst ausweist.

Es ist schön, wieder in Deutschland zu sein: Euro statt Peso, Merkel statt Kirchner, Hirsepflanzerl statt Rindersteak – wunderbar!

Südpol-Impressionen:

Mark Jopp

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