Vom Lektor zum Blogger – Neue Medienberufe präsentieren sich auf der Frankfurter Buchmesse 2013

Frankfurter BuchmesseMit großem Interesse habe ich auch dieses Jahr wieder die überaus gut besuchte Frankfurter Buchmesse verfolgt. Die Messe ist nicht nur eine Präsentationsplattform für Bestseller, Neuerscheinungen bekannter Autoren und Biographien von mehr oder weniger prominenten Personen, sondern sie bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich über die Branche an sich zu informieren.

Vor allem interessierte mich hierbei eine Podiumsdiskussion, die sich mit den neuen Berufsbildern der Medienbranche beschäftigte. Hierbei ging es nicht nur um Buchverlage an sich, sondern im Allgemeinen um Einstige und Karrierechancen in der Verlagswelt: vom Lektor über den Content Manager, Social Media- oder App Manager, vom Twittern und Liken bis hin zum Bloggen und Posten.

Durch das Internet 2.0 haben sich ganz neue Berufsbilder ergeben – auch in der Verlagsbranche. Experten aus verschiedenen Redaktionen wie stern.de, bilandia, Libri und dem S. Fischer Verlag gaben Einblicke in ihre Berufe. Die Social Media Managerin vom Stern Alexandra-Katharina Kuetemeyer verwies darauf, dass es an einigen Stellen noch viel Nachholbedarf gäbe und bezeichnete den Facebook-Auftritt vieler Zeitungen als „grottig“. Social Media sei etwas für Neugierige, die gerne technisch up-to-date bleiben und ausprobieren. Fortbildungen auf Kongressen, Messen, Barcamps und Webinaren sowie Netzwerken gehören zu diesen Berufen dazu und ohne all dies gehe es schlichtweg nicht mehr.

Außerdem ist Facebook eine neue Möglichkeit, der Digitalisierung nicht mehr nur argwöhnisch gegenüberzustehen, sondern mit ihr neue Wege der Informationsvermittlung zu finden. Also, auch in Verlagen, sollte das Internet und die Möglichkeiten, die es bietet, mittlerweile alles andere als „Neuland“ sein. Dies zeigen übrigens auch die Reaktionen aus dem Publikum: Wollten vor fünf Jahren 90 Prozent der Teilnehmer ins Lektorat, ziehen heute Positionen im Onlinemarketing die meisten Interessenten an.

Mark Jopp

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