Mit JJKmindestlohn PLUS optimal aufgestellt für die Mindestlohn-Einführung

Der Mindestlohn ist da. Mit der Umstellung von Stücklohn auf Stundenlohn steht die Zeitungsbranche insbesondere bei der Zustellung vor einer großen Herausforderung. Mit JJK sind Verlage und Vertriebsgesellschaften für die Umstellung gerüstet. Wir helfen Ihnen dabei, den Vertrieb ganz individuell zu optimieren und dadurch unnötige Kostensteigerungen zu vermeiden.

MindestlohnNun ist es amtlich: der gesetzliche Mindestlohn kommt auch für Zeitungszusteller. Die geschlossen agierende Zeitungsindustrie hat aber erreichen können, dass es Ausnahmen geben wird, die den Verlagen auch weiterhin das wirtschaftliche Überleben sichern. Generell ausgenommen vom allgemeinen Mindestlohn sind junge Menschen ohne Ausbildung bis zum 18. Lebensjahr. Der BVDA wertet dies aufgrund des hohen Schüler-Anteils unter den Zustellern als eine signifikante Erleichterung. Bei den restlichen Zustellern soll eine zweijährige Frist mit gestaffelter Stundenlohn-Erhöhung bis auf Mindestlohn-Niveau den Verlagen den Übergang vereinfachen. Zeitungszusteller haben ab dem 1. Januar 2015 einen Anspruch auf 75% und ab dem 1. Januar 2016 auf 85% des Mindestlohns nach § 1 Absatz 2 Satz 1. Vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 beträgt der Mindestlohn für Zeitungszustellerinnen und Zeitungszusteller brutto 8,50 Euro je Zeitstunde. Allerdings gelten die Übergangslösungen im Gesetz nicht für den Bereich der Direktzustellung, sondern lediglich für Zusteller von Presseerzeugnissen mit redaktionellem Inhalt.

Wir haben uns als Dienstleister der Verlage des Themas frühzeitig angenommen und berichteten schon im Oktober 2013 in einem Themenspecial ausführlich darüber. Natürlich möchten wir Sie nicht nur informieren, sondern Ihnen auch leistungsfähige Lösungen zur Verfügung stellen. Die Modulerweiterung zur rechtskonformen Abwicklung des Mindestlohns ist bereits in der Umsetzung und wird termingerecht zur Verfügung stehen. Alle JJK-Anwender können dann im Rahmen der Softwarepflege ohne Zusatzkosten auf diesen neuen Funktionsumfang zugreifen. Er stellt sicher, dass Sie mit JJK in Zukunft gemäß den neuen gesetzlichen Bestimmungen abrechnen können. Das folgende Flussdiagramm veranschaulicht die Komplexität des zugrunde liegenden Mechanismus sowie die sich bietenden Optionen zur Lohngestaltung.

Mindestlohnabrechnung Flussdiagramm

Abrechnung auf den Cent und die Minute genau mit JJKmindestlohn PLUS

MindestlohnDa die Umstellung in jedem Fall erfolgen muss, lässt sich gleichzeitig sehr effizient die Grundlage für die flexible Berechnung des individuellen Zusteller-Stundenlohns realisieren. Was heißt das? Wir entwickeln momentan parallel zum Standardmodul eine Pro-Version, die einen deutlich höheren Zusatznutzen bieten wird. Das System wird dann nicht nur auf Basis fest hinterlegter Abrechnungsparameter gesetzeskonform abrechnen, sondern den jeweils für den Verlag günstigsten Vergütungssatz errechnen, vorschlagen und zur Abrechnung bringen. Dies findet statt unter automatischer Berücksichtigung aller Bewegungs- und Stammdaten wie Alter, Beschäftigungsart, Berufsausbildung, Arbeitszeit etc. Es können zudem auch Parameter wie Wegstrecke, Zeitungsgewicht, Beilagenanzahl, Einsteck- und Einwurfzeiten, Briefkastensituation usw. automatisch Berücksichtigung finden, sofern entsprechende Daten oder Funktionen dafür vorhanden sind (siehe nebenstehende Grafik).

Dies ist umso bedeutsamer, wenn man den in der täglichen Praxis entstehenden Verwaltungsaufwand bedenkt: Probeabos, Urlaubspausen, Sonderbeilagen zu lokalen Events – die Liste an unwägbaren Faktoren lässt sich beliebig lang fortführen. Berücksichtigt man zudem, dass Zusteller bisher in ihrer ganz eigenen Geschwindigkeit arbeiteten (gemächlicher Ruheständler vs. agiler Schüler), wird schnell klar, wie facettenreich die Umstellung vom Stücklohn zum Stundenlohn ist. Die Berücksichtigung dieser „weichen“ Faktoren ist ein Beispiel für die praktische Anwendung des kybernetischen Prinzips im Bereich Vertriebsprozesssteuerung. Die Berechnung erfolgt vollautomatisch, die einzelnen Parameter lassen sich täglich aktualisieren und bei Bedarf später beliebig skalieren – ein sich selbst steuerndes System, mit dem die Umstellung auf den Mindestlohn sogar vorteilhaft für den Verlag sein kann.

Die gesetzliche Dokumentationspflicht – für JJK-Kunden kein Problem

Zudem wird es für die Verlage bzw. Vertriebsunternehmen eine Dokumentationspflicht geben. Alle Details zur Erfassung und Feststellung der tatsächlichen Arbeitszeiten müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Bis dato liegt noch keine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verabschiedete Durchführungsverordnung zur Erfassung, Dokumentation und Kontrolle der Arbeitszeiten vor. BMAS, BVDA, BDZV und Gewerkschaften arbeiten derzeit aktiv an der Erleichterung dieser Dokumentationspflicht. Wir werden die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit bei unserer Entwicklung berücksichtigen und stehen sowohl mit dem BVDA als auch mit dem BMAS diesbezüglich in engem Kontakt. Durch die zentrale Datenbankarchitektur sind JJK-Kunden hier im Vorteil: alle relevanten Daten laufen an einer einzigen Stelle zusammen und können dort ausgewertet, weiterverarbeitet und anschließend digital archiviert werden. Wir hoffen auf zeitnahe und praxistaugliche Vorgaben aus Berlin, denn das Thema könnte nicht nur sehr komplex, sondern auch von erheblicher rechtlicher Bedeutung werden. Wir halten Sie auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen weiter über das Thema Mindestlohn auf dem Laufenden.

 

Die Mindestlohn-Checkliste – alle wichtigen Fakten und Maßnahmen im Überblick.

  • Datenbasis schaffen
    • Hauskoordinaten aktualisieren
    • Haushaltsdaten erfassen (z.B. Anzahl Wohneinheiten/Haus)
    • Zustellmöglichkeiten erfassen (innenl. Briefkasten, Sammelbriefkasten etc.)
    • Navigationsdaten für Wegberechnung (auch Gehwege) aktualisieren
  • Optimale Gangfolge berechnen (lassen)
  • Parameter zur Zustellzeit festlegen (Einsteckzeit, Beilagenkonfektionierung, Mehrfachwurf etc.)
  • Zustellzeit elektronisch berechnen
  • Zustellzeit empirisch ermitteln (GPS-Tracking während der Verteilung)
  • Gegebenenfalls Zustellbezirke optimieren und neu zuschneiden
  • Errechnete und ermittelte Zeit abgleichen und optimieren
  • Prüfen, ob das aktuelle Vertriebssystem alle Informationen, Daten und Ergebnisse verwalten, berechnen und speichern kann
  • Historie über Entwicklung der Zustellzeit nicht vergessen

Wir realisieren die Mindestlohn-Umstellung mit Ihnen! Melden Sie sich noch heute für einen Beratungstermin an.

Dirk Jopp

Dirk Jopp

Prokurist
Beratung & Verkauf Vertriebssysteme
Telefon: 02151-4977-16
E-Mail: djopp@jjk.de