Die Zukunft ist gedruckt.

Evolution„Die Jugend setzt mehrheitlich auf Printmedien” – Eine Nachricht, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Die Generation Facebook, in diesem Falle zählen hierzu die 15 bis 30-jährigen, wurden in der Studie „Generation Facebook meets Print”, zum Thema befragt. 6 von 10 Befragten gaben an, dass gedruckte Zeitungen, Zeitschriften und Bücher „(…) absolut zeitgemäß“ seien. Demnach möchte nur die Hälfte der Befragten Nachrichten immer und überall ausschließlich digital empfangen – so die Macher der Studie. Diese sehen auch ein Revival von Print: „Print nervt nicht, zahlt auf die Marke ein und erhöht Besuchsfrequenz, Conversion Rate und Umsatz, offline wie online. Es scheint, als wenn Print sich im bunten Portfolio der Touchpoints, Kanäle und Medien sehr wohl (wieder) etablieren kann” (Dr. Jens Cornelsen Geschäftsführer Defacto Research & Consulting GmbH).

Auf der anderen Seite wird die gedruckte Zeitung als Auslaufmodell betitelt – und das ausgerechnet auf dem Forum Lokaljournalismus. „2034 ist Schluss mit der gedruckten Zeitung!“ titelte die W&V dazu. Urheber der provokanten These ist Michael Rümmele, Geschäftsführer der in Bayreuth erscheinenden Tageszeitung Nordbayerischer Kurier: „In 15, 20 Jahren wird es sie [die Tagszeitung] als gedrucktes Medium nicht mehr geben”, so sein Originalzitat. Rümmele steht hinter dem Journalismus – aber eben nicht in gedruckter Form und setzt sich dafür ein, dass sich Verleger „von der Vorstellung der Zeitung als gedrucktes Produkt freimachen” sollten.

Eines ist klar: die Digitalisierung der Zeitung schreitet voran, die Printauflagezahlen gehen zurück. Die Nachfrage nach Nachrichten bleibt jedoch bestehen. Nun muss das Angebot entsprechend angepasst werden – und das zu einem Preis, den die Leser bereit sind zu bezahlen und von dem ein Journalist in der Lage ist, sich zu finanzieren. Ob das nun digital oder gedruckt ist, bleibt abzuwarten. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es auch 2034 noch gedruckte Zeitungen geben wird. Die Meinung der Generation Facebook bestärkt mich in dieser Annahme.

Mark Jopp

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