Nicht nur zitiert, sondern anerkannt – Die Neue Osnabrücker Zeitung

JJKVielen Lokalzeitungen geht es nicht gut. Sicherlich ist es nicht immer die Schuld der Verlage selbst, aber manchmal eben schon. Des öfteren habe ich erlebt, wie Verleger freiwillig das Handtuch warfen und einfach aufgaben. Aber warum? Immerhin gibt es doch mehr als genug Beispiele, die zeigen, wie es richtig geht. Aktuell habe ich erst wieder über einen solchen in der Horizont gelesen: Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).

2010 haben sie begonnen und sich das Ziel gesetzt, ihren Verlag innerhalb von sechs Jahren zum erfolgreichsten regionalen Medienhaus zu gestalten. Und damit nicht genug – sie werden dieses Ziel bereits ein Jahr früher erreicht haben. Wie hat die Verlagsleitung innerhalb von nur fünf Jahren das geschafft, was andere kaum oder gar nicht hinbekommen? Zunächst haben sie laut eigener Aussage das Fundament für ihre (neue) Medienstrategie auf drei Säulen aufgebaut: Stärkung des Kerngeschäfts, regionale Diversifikation und Ausbau des digitalen Geschäftsbereichs.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen – sowohl neue als auch Stammleser – wurde auf die Trennung zwischen Print und Digital verzichtet. Ein mutiger Schritt, der mit bis dato 17.000 Digitalabonennten belohnt wurde. Damit diesen auch qualitativ hochwertige Inhalte garantiert werden können, zählt die Redaktion insgesamt 140 Redakteure, um deren Wohl sich der Verlag ebenfalls kümmert: Mitarbeiter, die körperlich und geistig fit, gesund und ausgeschlafen sind, haben die nötige Energie, um die NOZ in die Zukunft zu führen. Darüber hinaus wird auch durch gezielte Aktionen sowohl Teamgeist als auch innerer Antrieb der einzelnen Mitarbeiter nachhaltig gestärkt.

Ganz wichtig ist meiner Meinung nach auch der Umgang der NOZ mit den neuen technischen Gegebenheiten. Ich stimme Geschäftsführer Laurence Mehl zu, wenn er sich über die gebremste Dynamik und Innovationsbereitschaft andere Häuser hinsichtlich der Nutzung neuer Medien verwundert zeigt. Beispielsweise sieht man bei der NOZ in sogenannten Wearables (z.B. der iWatch) einen wichtigen Trend. Auf diese Trends sollte man nicht nur vorbereitet sein, sondern muss diese aktiv mitgestalten wollen. So werden bereits NOZ-Eilmeldungen getestet und Überlegungen angestellt, wie z.B. kompakte Infos zum Spielstand bei VfL Osnabrück über diesen Kanal kommuniziert werden könnten.

Das wichtigste Kriterium bei der NOZ ist der Leser. Oberstes Ziel ist es, diesem Leser einen Mehrwert zu bieten und sein mediales Leben so komfortabel wie möglich zu gestalten. Genau diesen Ansatz unterschreibe ich mit jedem Wort.

Mark Jopp

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