„Auf Kurs – auch bei stürmischer See“ – Impressionen vom 17. Bremer Verlagstreffen

Kauf lokal Bremer VerlagstreffenAuf dem Bremer Verlagstreffen Anfang dieser Woche, haben sich eine Vielzahl an Entscheider der Medienbranche getroffen. Sie diskutierten, wie – getreu dem diesjährigen Veranstaltungsmotto – Verlage auch „bei stürmischer See auf Kurs bleiben“.
Besonders der Vortrag von Sigmund Radtke hat mich beeindruckt. Dem Verlagsleiter des Koblenzer Mittelrhein-Verlages merkte man seine 32-jährige Berufserfahrung ebenso an, wie seine Überzeugung für die Zukunft der Zeitung – auch in der gedruckten Form.

Radtke weiß, was für die Zukunft zu tun ist. Er hat schon in der Vergangenheit die Grundlage geschaffen; insbesondere das wirtschaftliche Fundament gebaut. „Durch Workflowoptimierung und der damit verbundenen Kostenreduzierung schaffen wir es, die Erträge weitestgehend stabil zu halten“, erklärte Radtke seine Strategie. Das war harte Arbeit. Zehn Jahre hat der organisatorische Umbau gedauert, mahnte er, wohl als Hinweis an seine Kollegen, besser heute als morgen seinem Beispiel zu folgen.

Untermauert hat Radtke seine Erfolgsstrategie mit beeindrucken Zahlen. So konnte man z. B. den Anteil der Personalkosten von 50 Prozent der Gesamtkosten im Jahr 1999 auf nur noch 35 Prozent in 2013 reduzieren. „Das war die Voraussetzung, um andere, neue Dinge machen zu können“, sagte er. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich, die Zukunft aktiv gestalten zu können. Das Koblenzer Projekt „Kauf lokal“, auf das Radtke hinwies, ist ein weiterer Mutmacher, finde ich. Entschlossen kümmert sich der Verlag in intensiver Kleinarbeit um Meinungsbildung und -veränderung bei den lokalen Händlern, den Bürgern, der Politik, bei Verbänden und Vereinen. Hier werden Märkte neu geschaffen, belebt – man hat das Gefühl, man spürt das Engagement und die Zuversicht.

Ich wünsche der Rhein-Zeitung allen denkbaren Erfolg. Verlage, die noch nicht auf diesem Weg sind, sollten noch heute ihren Kurs bedenken, noch scheint es nicht zu spät. Konzepte und Lösungen sind vorhanden. Man muss diese nur annehmen und nutzen.

Mark Jopp

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